Ministranten verbringen erlebnisreichen Schlitteltag im Nebel

Bereits früh mussten 25 Ministrantinnen und Ministranten am Sonntagmorgen aufstehen, um die Reise ins Skigebiet Melchsee-Frutt anzugehen. Warme Kleidung war an diesem Tag bitter nötig, denn das Wetter versprach kalte Temperaturen. Und schon morgens um 7 Uhr war am Bahnhof in Sursee klar, dass der Wind für zusätzliche Abkühlung sorgen wird. Die Zugfahrt verlief danach reibungslos, trotz grossem Aufwand bei Aus- und Anziehen der Winterausrüstung. Nur ein hysterischer Kondukteur asiatischer Herkunft sorgte mit einer eigenwilligen Zählweise für Verwirrung bei der verschlafenen Ministrantenschar. Doch alle diese Schwierigkeiten wurden überwunden und man freute sich auf die Ankunft auf der Stöckalp.

 

Im Zielort angekommen, konnten schon bald die Schlitten gefasst werden und mit der Gondel stieg man Richtung Schlittelpiste empor. Auf der gemächlichen Aufwärmfahrt offenbarten sich gewissen Ministranten die Schwierigkeiten des Schlittenfahrens, aber nach wenigen Kurven machte die Physik eines Schlittens bereits Sinn. Andere brillierten dafür mit langjähriger Schlitteltag-Erfahrung oder Naturtalent, allen voran Ministrantenurgestein und Präses Michael «Kübèl» Zurkirchen. Dank der Lernfähigkeit der Neuen und der Erfahrung der Älteren ging es danach noch zweimal zügig bis in die Talstation, bevor das wohlverdiente Mittagessen für einen längeren Unterbruch sorgte.

 

Während die Gruppe den Mittag im Restaurant verbracht hat, kam auf der Frutt langsam die Sonne zum Vorschein. So dauerte es nach dem leckeren Essen nicht lange, bis unermüdliche Schlittenfahrer auf die Rückkehr zur Piste drängten. Schon bald beugten sich die Leiter diesem Willen, man beendete die Mittagspause. Doch bevor es mit dem Schlitteln weiterging, sollte die sonnige Phase am Mittag für ein Gruppenfoto genutzt werden. Also stellten sich die Ministrantinnen und Ministranten zum Schnappschuss auf. Währenddessen stieg der Nebel erneut und verdeckte in kürzester Zeit die Sonne. Die Ministrantengruppe hat ein Foto im Sonnenschein leider um ein paar wenige Sekunden verpasst (siehe Bild)! Doch dieses Unglück hatte natürlich keinen Einfluss auf die hervorragende Stimmung bei den Minis. Sportlich ging es am Nachmittag wieder ins Tal und nach der letzten wärmenden Gondelfahrt stand die Ministrantenschar vor der letzten Abfahrt.


Unbeschadet durch den Schlitteltag gingen die Minis die letzte Abfahrt geradezu euphorisch an. Mit hohem Tempo und eigenwilligen Fahrtechniken forderte man das Schicksal ungewollt noch einmal heraus. Das hohe Tempo auf der teilweise vereisten Strecke führte noch zu einigen Ausflügen neben die Piste. Zum Glück gab es an diesem Sonntag trotzdem keine Unfälle und kurz vor 16:00 Uhr konnten sich Kinder und Leiter im Bus aufwärmen. Auf der Heimreise von Sarnen via Luzern machten sich bei den Teilnehmern zwei Stimmungen breit: Zufriedenheit und Müdigkeit. Und natürlich Vorfreude, auf die weiteren Anlässe im Ministrantenjahr.