Lagerbericht vom Donnerstag, 04. Oktober 2018

 

Heute Morgen trafen erneut sehr schlecht Meldungen ein: Der Justizapparat will unsere Gruppe versetzen, eine Abteilung angeblich nach Appenzell. Schlimmer kann es nicht kommen! Erfahren haben wir dies von einem nicht ganz dichten Gefängniswärter. Da er einiges im aktuellen Fall auch mitentscheiden kann, dachten wir ihn mit schönen Geschenken zu bestechen.

Nach dem Morgenessen gingen wir sofort an die Arbeit: Es wurde eine Torte gebacken; ein Bumerang gebastelt, dann auch ausprobiert und perfektioniert; Kerzen gegossen, ein Badesalz hergestellt und ein Unterhaltungsprogramm zusammengestellt. Höhepunkt war ein Zaubertrick, bei der Josef vor den Augen aller Minis und Leiter weggezaubert wurde und wenig später dann wieder gegenständlich unter uns weilte.

Es brauchte viel, bis unser korrupter Wärter endlich einwilligte und versprach, die Versetzung zu verhindern.

Aus Freude und Zeitvertreib veranstalteten die Insassen am Nachmittag ein eindrucksvolles Wagenrennen. Unter anderem waren auch flugfähige Exemplare mit von der Partie.

Der Gefängnisdirektor Limm Grischer wohnte dem Spektakel ebenfalls bei. Da häufig Dialekt gesprochen wurde, verstand der hauptsächlich französisch sprechende Chef nicht alles, nämlich dass man mit einigen der Fahrzeuge aus dem Gefängniskomplex hätte ausbrechen können...

Nach dem Abendessen, welches wir an diesem wunderbar herrlichen Herbstabend am Lagerfeuer draussen geniessen durften, bastelten alle Insassen ein Lagerandenken und trainierten aus dem Gefängnis auszubrechen. Diese Aufgabe war anspruchsvoll, aber eine perfekte Vorbereitung auf unser heikles Vorhaben.

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